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Frank Giesen Heizungs- & Sanitär-Meisterbetrieb
Kreuzstr. 40
D-50259 Pulheim
Telefon: 02238 964377
Telefax: 02238 964378
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Wasser­enthärtungWarum ist Wasser "hart" oder "weich"?

Was ist „hartes Wasser“?
Hartes Wasser ist sehr kalkhaltiges Wasser.
Das Wasser wird hinsichtlich der Auswirkungen des Härtegehaltes eingeteilt in:

Härtebereich „weich“, weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)
Härtebereich „mittel“, 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH)
Härtebereich „hart“, mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)

Ein Beispiel:
Bei einer Wasserhärte von 20 °dH und einem monatlichen Wasserverbrauch von 25 m3 werden pro Jahr mehr als 100 kg Kalk in die Gebäudeinstallation eingeschwemmt.

Wie kommt der Kalk ins Trinkwasser?
Dies beruht auf einem natürlichen Vorgang.
Das Regenwasser reichert sich in der Atmosphäre mit der Kohlensäure an. Die aufgenommene Kohlensäure löst anschließend im Boden die Kalksalze auf. Das Wasser „schwemmt“ diese Verbindung von Kalk und Kohlensäure z.B. als Calcium-Hydrogencarbonat in die Gebäudeinstallation ein. Je nach der Beschaffenheit des Bodens wird mehr oder weniger Kalk aufgelöst, das Wasser bekommt so also die verschiedenen Härtegrade. Die Trinkwasserqualität des vom Wasserwerk gelieferten Wassers wird durch den Härtegrad nicht beeinträchtigt.

Woher weis ich, ob mein Trinkwasser zu hart ist?
Die Wasserhärte Ihres Trinkwassers bekommen Sie auf Anfrage von Ihrem zuständigen Wasserwerk bzw. Sie finden diese Angabe auf der jeweiligen Internetseite Ihres Wasserversorgers. Aber auch Ihr Fachinstallateur vor Ort gibt Ihnen gerne Auskunft darüber. Sie können die Wasserhärte auch mit Hilfe von Härteteststreifen ermitteln. Dies erhalten Sie z.B. in Apotheken oder über unseren Kundenservice. Bei Eigenwasserversorgungsanlagen entnehmen Sie den Härtegrad bitte der Wasseranalyse des Gesundheitsamtes.

Warum enthärtet das Wasserwerk nicht zentral?
Eine zentrale Enthärtung durch das Wasserwerk wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Vom gesamten, von öffentlichen Wasserwerken geförderten und verteilten Trinkwasser wird ein großer Teil von gewerblichen, industriellen und sonstigen Verbrauchern abgenommen, wobei es hierfür für die verschiedensten Einsatzzwecke sowieso aufbereitet werden muss. Wieso sollten Sie die Aufbereitung dieser Verbraucher mitbezahlen? Unwirtschaftlich ist es auch, Wasser, das zum Bewässern von Gartenanlagen oder zum Autowaschen verwendet wird, zu enthärten.

Welche Auswirkungen hat hartes Wasser auf die Funktion von Geräten?
Zumeist bei der Erwärmung und/oder Verwirbelung von zu hartem Trinkwasser bildet sich der unerwünschte Kalkstein. Der Kalkstein beeinträchtigt die Funktion von Haushaltsgeräten sehr stark. Er verursacht Störungen im Betrieb und erfordert einen teuren Mehraufwand von Energie. Aufwendige Entkalkungen bzw. teure Reparaturen sind erforderlich. Häufig tritt diese Problematik an nicht erkennbaren bzw. begehbaren Stellen auf. Der Kalkstein führt zuletzt zur Zerstörung der Geräte und Rohrleitungen, oder zum Durchbrennen von Heizelementen. Neuanschaffungen und teure Reparaturen sind die Folge.

Besonders gefährdet sind:
Boiler, Kochendwasserbereiter usw.,
Wasch- und Spülmaschinen,
Kaffeemaschinen, Duschköpfe, Ventile,
alle warmwasserführenden Leitungen,
alle Rohrbiegungen und Verengungen.

Welche Folgen hat hartes Wasser auf die Rohrleitungen?

An Rohrbiegungen und Verengungen besteht die Gefahr von Verstopfungen durch Kalkpartikel. Durch die Verwirbelung des Wassers wird Kohlensäure frei, die Folge daraus ist die Ablagerung von Kalkpartikel an den Rohrinnenwänden. Die Rohrleitung wird so stetig enger und auf Dauer vollständig verstopft.

Welche Folgen hat hartes Wasser auf Armaturen, Fliesen etc.?

Hartes Wasser führt zu unschönen Kalkflecken auf Armaturen, Fliesen, Glaswänden und auf Edelstahlspülen. Zur zeitintensiven täglichen Entfernung dieser Kalkspuren sind teure und zumeist säurehaltige Reinigungsmittel erforderlich.

Welche Folgen hat hartes Wasser auf die Umwelt?

Hartes Wasser erhöht den Verbrauch von Waschmittel beträchtlich. Bei hartem Trinkwasser kann so der Mehrverbrauch an Waschmittel bis zu 100% betragen. Entsprechende Dosieranweisungen finden Sie auf jeder Waschmittelverpackung. Neben dem Mehrverbrauch an Waschmittel verursachen auch die zum Teil aggressiven Reinigungsmittel zum Lösen der Kalkflecken die Umwelt.

Gefährden Kalkablagerungen die Gesundheit?

Der Genuss von hartem Trinkwasser ist unbedenklich. Jedoch verursachen Kalkablagerungen die Verringerung des Rohrquerschnittes und bilden gleichzeitig – mit ihrer zerklüfteten Oberfläche – eine ideale Brutstätte für Keime.

Wasserenthärtung nach dem Ionenaustauschverfahren?

Bewährtes Verfahren: Ionenaustausch
Enthärtungsanlagen entziehen dem Wasser hartmachenden Kalk und verhindert so Ablagerungen und Verengungen in den Rohren.Beim „Ionenaustauschverfahren“ werden härteverursachende Calcium- und Magnesium-Ionen durch Natrium-Ionen ausgetauscht. Damit dieser Vorgang stattfinden kann, fließt das Wasser durch ein poröses Kunstharzmaterial. Das mit Natrium-Ionen besetzte Harz zieht Calcium- und Magnesium-Ionen an und tauscht sie gegen Natrium-Ionen aus. Dieser Austauschprozess wird unterstützt durch ein Spezialsalz. Es hat die Funktion, das Kunstharz zu regenerieren, indem Calcium und Magnesium entfernt werden. Natrium-Ionen lagern sich am Kunstharz ab, während der Kalk über einen separaten Abfluss mit dem Spülwasser abgeleitet wird.

DVGW-geprüfte Enthärtungsanlagen?

Vom DVGW geprüfte Enthärtungsanlagen verfügen über eine vollautomatische Desinfektionseinrichtung sowie über eine Zwangsregenerationsschaltung (max. 3 Tage Standzeit) die eine Verkeimung des Ionenaustauscherharzes wirkungsvoll verhindern. Der Betriebsmittelverbrauch (Regeneriersalz und Spülwasser) ist bei DVGW-geprüften Enthärtungsanlagen um bis zu 80% niedriger als bei ungeprüften Anlagen.

Das DVGW Prüfzeichen erhalten nur Anlagen, die hinsichtlich ihrer mechanischen und hydraulischen Funktion, hygienischer Zuverlässigkeit sowie Gebrauchstauglichkeit strengen Prüfungen unterzogen wurden. DVGW-geprüfte Enthärtungsanlagen dürfen ohne zusätzliche Sicherungseinrichtungen (z.B. Rohrtrenner) eingebaut werden.

Welche Vorteile bieten mir Enthärtungsanlagen?

Stoppt Kalkablagerungen,

Umweltschutz – viel weniger Verbrauch von Wasch- und Reinigungsmitteln,

Körperpflege – die angenehme Wirkung des enthärteten Wassers ist sofort spürbar,

Gesundheit – Schutz vor Oberflächenbesiedelung in Rohrleitungen und Haushaltsgeräten mit Mikroorganismen (Biofilm)

Kosten – Ihre Warmwasserbereitung arbeitet wirtschaftlich – Sie sparen viel Geld durch niedrige Energiekosten.

Nicht zuletzt – Ihre wertvollen Haushaltsgeräte halten länger, arbeiten besser und sicherer – das schützt vor teuren Überraschungen.

Ist enthärtetes Wasser gesundheitsschädlich?

Die Enthärtung von Trinkwasser ist nach der EG-Richtlinie und der Trinkwasser-Aufbereitungsverordnung ausdrücklich zugelassen und unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften (Trinkwasserverodnung, DVGW etc.).

Die weitläufige Behauptung, dass durch die Enthärtung von Trinkwasser eine gesundheitsschädigende Erhöhung des Natriumgehaltes im Wasser erfolgt, ist absolut haltlos. Ein Erwachsener nimmt täglich circa 4.000 mg Natrium auf. Natrium ist dabei in fast allen Lebensmitteln – zum Teil in großen Mengen – vorhanden z.B. Brot, Käse, Wurst, Gemüse, Milch etc.. Auch Mineralwässer enthalten einen hohen Anteil an Natrium (je nach Quelle ca. 500 – 1.400 mg/l). Teilenthärtetes Trinkwasser darf nach WHO- und EG-Vorgaben nicht mehr als 200 mg Natrium pro Liter enthalten.

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